Produktdaten für Farben und Lacke: Farbwelten und Verarbeitung

Farbwelten und Verarbeitungsdaten in einem Katalog: wo RAL und NCS helfen, wo das Merkblatt alles Kaufentscheidende versteckt und wie du beides filterbar machst.

Jakob Feinböck, Productbay4. Juli 20267 Min. Lesezeit
☝️Das Wichtigste in Kürze
  • Farben und Lacke hängen an zwei Attributgruppen: einer Farbwelt (RAL, NCS, Abtönung, Glanzgrad) und einer Anwendungswelt (Ergiebigkeit, Trocknungszeit, Untergrund, Anstriche, VOC).
  • Die Verarbeitungs-Specs, die den Kauf entscheiden, stecken im PDF-Merkblatt, nicht im Feed – also werden sie von Hand abgetippt oder weggelassen.
  • Farbreferenzen kommen uneinheitlich über die Lieferanten, ein Filter nach exaktem Farbton ist ohne Normalisierung unmöglich.
  • Productbay bildet beide Attributgruppen in einer Struktur ab und nutzt KI, um Specs aus Merkblättern zu ziehen und Farbwerte zu normalisieren – filterbar im selben Katalog.

Zwei Kunden kommen mit derselben Frage in den Farben-Shop – „deckt das?“ – und mit zwei völlig unterschiedlichen Bedürfnissen. Der eine will einen exakten Farbton, RAL 7016 Anthrazit, und akzeptiert kein „dunkelgrau“. Der andere will wissen, wie viele Quadratmeter eine Fünf-Liter-Dose auf rauem Putz schafft und wie lange bis zum zweiten Anstrich. Wer Farben und Lacke verkauft, bedient beide auf einmal: eine Farbwelt und eine Anwendungswelt, jede mit eigener Attributlogik.

Produktdaten für Farben und Lacke hängen an zwei Attributgruppen: Farbsystemen und Verarbeitungsdaten. Diese Teilung zieht sich durch den ganzen Artikel – und sie ist der Grund, warum ein generischer Baumarkt-Feed, der keine von beiden sauber handhabt, einen Farbkatalog immer halbfertig lässt. Das ist eine fokussierte Unterkategorie der breiteren Baumarkt- und DIY-Herausforderung, wo dasselbe Multi-Lieferanten-Datenproblem in jeder Abteilung auftaucht.

Warum sind Farb- und Anwendungsattribute so schwer sauber zu bekommen?

Das Grundproblem, das jeder Multi-Lieferanten-Händler kennt – keine zwei Lieferanten liefern gleich – trifft Farben an zwei konkreten Stellen gleichzeitig:

  • Die Farbgruppe: RAL, NCS, Abtönbasis, Finish, Glanzgrad. Die Farbreferenz ist das wichtigste Filterattribut überhaupt – steckt aber meist im Freitext-Titel statt in einem strukturierten Feld.
  • Die Anwendungsgruppe: Ergiebigkeit in m²/l, Trocknungszeit, Überarbeitbarkeit, Untergrundeignung, Anzahl der Anstriche, VOC-Gehalt. Diese entscheiden den Kauf – und liegen fast immer im PDF-Merkblatt, nicht in einer Feed-Spalte.
  • Gemischte Linien pro Lieferant: ein Hersteller schickt Wandfarben, Holzlasuren und Metallgrundierungen in einer Datei – Attributspalten, die nur für ein Drittel der Zeilen gelten.
  • Abtönung und Varianten: ein einziges Basisprodukt explodiert in Dutzende Farbtöne und Gebindegrößen, jede ein verkaufbarer SKU mit eigener EAN/GTIN.

Von Hand skaliert das nicht. Die Lösung ist wie überall: konsolidieren, normalisieren, anreichern und ausspielen – nur musst du es hier für beide Attributgruppen gleichzeitig tun.

Welche Standards helfen – RAL, NCS, ETIM, eCl@ss – und wo hören sie auf?

Farben haben gemeinsame Referenzsysteme, und die lohnt es zu nutzen. Aber man muss ehrlich einordnen, wo jedes endet:

Standard / DatenebeneWas es liefertWo es aufhört
RALdominierende Farbreferenz im DACH-Bau & -Dekonur der Farbcode – keine Anwendungsdaten, kein Content
NCSFarbsystem für professionelle / architektonische Beschichtungennur Farbe; nicht jedes Produkt trägt einen NCS-Wert
ETIM / eCl@ssKlassen-Gerüst für Farben & Lacke, Marken-Kernkeine Abtönpalette, keine Merkblatt-Specs, kein Verkaufscontent
Technisches Merkblatt (PDF)die echten Verarbeitungs-Specs (Ergiebigkeit, Trocknung, VOC)im PDF eingesperrt – keine saubere Feed-Spalte
Nische & Eigenmarkedünne Klassifikation, kein PoolSpezialbeschichtungen, Eigenmarken = Excel/PDF von Hand

Kurz: RAL und NCS geben dir die Farbsprache, ETIM und eCl@ss ein Klassifikations-Gerüst für den Marken-Kern – aber die Verarbeitungs-Specs, die den Kauf entscheiden, sitzen eingesperrt im PDF-Merkblatt, und der Verkaufscontent ist niemandes Aufgabe. Das ist die Lücke.

Wie hilft Productbay Farben- und Lackhändlern?

Der rote Faden ist ein Drei-Schritte-Job, für beide Attributwelten auf einmal – und genau dafür ist Productbay gebaut:

  • Konsolidieren: jede Quelle einmal anbinden – Lieferanten-CSV, Excel, Feed-URL, FTP, API – und über SKU oder EAN/GTIN abgleichen, sodass Bestehendes aktualisiert und neue Farbtöne und Gebindegrößen angelegt werden. Farbvarianten und Anwendungsdaten landen in einem Katalog.
  • Anreichern: KI liest Ergiebigkeit, Trocknungszeit, Untergrund und VOC aus PDF-Merkblättern aus, normalisiert unsaubere Farbnamen in ein strukturiertes RAL/NCS-Attribut, schreibt Beschreibungen, ordnet ETIM/eCl@ss-nahe Kategorien zu, füllt Lücken aus freigeschalteten Quellen und übersetzt per DeepL – immer mit Review-Queue vor der Veröffentlichung.
  • Ausspielen: Zwei-Wege-Sync mit Shopify und Shopware, ERP-Anbindungen (Xentral, weclapp) und Feed-Exporte für Amazon, OTTO und Kaufland – jeweils mit kanalspezifischen Transformationen, sodass Farbfilter und Spec-Tabelle auf jedem Kanal korrekt erscheinen.

Entscheidend: Productbay arbeitet mit den Attributgruppen, die diese Kategorie wirklich braucht – eine Farbgruppe und eine Anwendungsgruppe, nebeneinander in einer konsistenten Struktur. Das weitere Bild über alle Abteilungen des Ladens gibt der Baumarkt- und DIY-Überblick. Productbay ist für Fachhändler mit Multi-Lieferanten-, Multi-Kanal-Katalogen gebaut – vom mittelständischen Shop bis zum großen Filialisten.

Häufige Fragen

Lass uns deinen Produktdaten-Prozess ansehen

Farbreferenzen, Abtönbasen, Ergiebigkeit, Trocknungszeiten und VOC-Werte – Farben und Lacke packen zwei Attributwelten in einen Katalog. Sieh in 30 Minuten, wie Productbay Specs aus Merkblättern liest, Farbwerte normalisiert und beides ausspielt.

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