Motoren, Getriebe und Fördertechnik verkaufen sich über ihre Zahlen. Warum Leistungsdaten das ganze Auswahlproblem sind, wo eCl@ss und BMEcat helfen und wie du Leistung, Drehmoment und Drehzahl filterbar machst.
Ein Einkäufer, der einen Getriebemotor sucht, tippt keinen Produktnamen in deine Suche. Er tippt – oder filtert nach – einer Leistung, einer Abtriebsdrehzahl, einem Drehmoment, einer Baugröße, einer Schutzart. Ist der Motor, der perfekt passen würde, ohne diese Zahlen als saubere Attribute hinterlegt, taucht er schlicht nicht auf. In der Antriebs- und Fördertechnik ist die Spezifikation keine Metainformation rund ums Produkt. Die Spezifikation ist der Weg, wie das Produkt gefunden und verkauft wird.
Produktdaten für Antriebs- und Fördertechnik sind Leistungsdaten: Leistung (kW), Drehmoment (Nm), Drehzahl (min⁻¹), Übersetzung, Schutzart und Bauform – erfasst als saubere, einheitenkonsistente, filterbare Attribute. Das ist ein fokussierter Ausschnitt der breiteren Industriebedarf- und C-Teile-Herausforderung – und der Ausschnitt, in dem die Attributebene am meisten zählt.
Jeder technische Handel hat Attribute, aber die Antriebstechnik ist ungewöhnlich attributgetrieben, weil die Auswahl deterministisch ist: Ein Maschinenbauer braucht einen Motor, der einen definierten Betriebspunkt trifft, nicht einen, der gut aussieht. Die Daten, die den Verkauf entscheiden, sind ein kleiner, harter Satz an Kennzahlen – und jede muss konsistent erfasst sein:
Fehlt oder verrutscht eine davon, fällt das Produkt aus genau den gefilterten Suchen, die deine Einkäufer fahren. Anders als in einem Weichware-Katalog, wo ein fehlendes Attribut ein bisschen Relevanz kostet, kostet hier ein fehlendes oder einheiteninkonsistentes Attribut direkt den Verkauf.
Antriebs- und Automatisierungskomponenten haben durchaus gemeinsame Standards. eCl@ss liefert eine hierarchische Klassifikation mit definierten Merkmalslisten für viele Komponentenklassen, und BMEcat ist das XML-Austauschformat, in dem die meisten Lieferanten Katalogdaten ausliefern. Zusammen geben sie dir einen Rahmen: ein Feld für Leistung, ein Feld für Drehmoment, ein Feld für Schutzart. Aber ein Rahmen sind noch keine gefüllten Daten.
| Datenebene | Was eCl@ss / BMEcat liefern | Wo es aufhört |
|---|---|---|
| Klassifikation | eCl@ss ordnet den Artikel einer Klasse mit definierter Merkmalsleiste zu | garantiert nicht, dass der Lieferant jedes Merkmal gefüllt hat |
| Attributfelder | benannte Felder für Leistung, Drehmoment, Drehzahl, IP-Klasse | Einheiten und Werteformate variieren je Lieferant |
| Austauschformat | BMEcat trägt den Katalog strukturell | nicht jeder Lieferant liefert BMEcat – viele schicken Excel/CSV |
| Tiefe Specs | einige Kennwerte im Feed | Kennlinien, Maßdaten oft nur im PDF-Datenblatt |
| Zubehör-Longtail | Kernkomponenten klassifiziert | Kupplungen, Aufnahmen, Ersatzteile dünnen schnell aus |
eCl@ss und BMEcat decken also die Kernkomponenten der gut organisierten Lieferanten ab und geben dir ein gemeinsames Gerüst. Was sie nicht garantieren, sind vollständige, einheitenkonsistente Werte über alle Lieferanten hinweg, die tiefen Specs aus den Datenblättern oder der Zubehör-Longtail. Diese Lücke schließt du von Hand – oder mit Automatisierung.
Die Aufgabe ist, verstreute Lieferanten-Kennzahlen in strukturierte Attributgruppen zu verwandeln, die tatsächlich die Auswahl antreiben – und genau dafür ist Productbay gebaut:
Productbay setzt dort an, wo der Standard aufhört: Es nimmt den eCl@ss-Rahmen und den BMEcat-Feed als Vorsprung, füllt dann die fehlenden Werte, harmonisiert Einheiten und ergänzt die Datenblatt-Tiefe und den Longtail. Gebaut für Fachhändler mit Multi-Lieferanten-, Multi-Kanal-Katalogen.
Leistung, Drehmoment, Drehzahl, Übersetzung, Schutzart – sind deine Antriebs- und Förderdaten nicht sauber und filterbar, kann der Einkäufer nicht auswählen. Sieh in 30 Minuten, wie Productbay Leistungsattribute strukturiert und Specs aus Datenblättern ausliest.
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