Produktdaten für Lüftungstechnik: Leistungswerte strukturiert

Luftvolumenstrom, Druck, Schallpegel – Lüftung steht und fällt mit Leistungswerten. Wo ETIM hilft, warum PDF-Datenblätter der eigentliche Engpass sind und wie jede Spec in eine saubere Attributgruppe kommt.

Jakob Feinböck, Productbay4. Juli 20267 Min. Lesezeit
☝️Das Wichtigste in Kürze
  • Der Lüftungsverkauf dreht sich um Leistungswerte: Luftvolumenstrom (m³/h), statischer Druck (Pa) und Schallpegel (dB(A)) – die Specs, die den Verkauf entscheiden.
  • Der Haken: Diese Werte stecken in PDF-Datenblättern und Kennlinien, von jedem Hersteller anders formatiert und mit anderen Einheiten beschriftet.
  • ETIM gibt Standard-Ventilatoren und Kanälen eine gemeinsame Klassifikation – aber nicht die gefüllten Werte, die Kennlinien oder den Verkaufscontent, und für Zubehör und Nischenmarken dünnt es aus.
  • Productbay liest Specs aus PDFs aus, normalisiert Einheiten in saubere Attributgruppen und spielt einen filterbaren, vergleichbaren Katalog aus.

In der Lüftungstechnik wird der Verkauf mit Zahlen gewonnen oder verloren. Wer einen Ventilator auswählt, vergleicht keinen Marketingtext – er vergleicht Luftvolumenstrom bei einem bestimmten statischen Druck und wie laut das Gerät dabei wird. Stehen diese Zahlen nicht sauber und vergleichbar auf deiner Produktseite, geht der Verkauf zum Wettbewerber, dessen Seite sie hat.

Produktdaten für Lüftungstechnik sind ein Leistungswert-Problem: Luftvolumenstrom (m³/h), statischer Druck (Pa) und Schallpegel (dB(A)) entscheiden den Kauf. Das ist die ganze Herausforderung dieses Artikels – diese entscheidenden Werte kommen fast nie als saubere, strukturierte Daten. Das ist ein fokussierter Ausschnitt der breiteren SHK-Datenherausforderung (Sanitär, Heizung, Klima).

Welche Leistungsattribute entscheiden wirklich den Verkauf?

Lüftungsprodukte definieren sich über einen kleinen Satz technischer Werte, nach denen Käufer tatsächlich filtern und vergleichen. Bring diese in saubere, vergleichbare Attribute – und der Großteil der Arbeit ist getan:

  • Luftvolumenstrom (m³/h): die Kennzahl schlechthin – wie viel Luft das Gerät bewegt. Oft an mehreren Betriebspunkten angegeben, nicht als eine Zahl.
  • Statischer Druck (Pa): wogegen der Ventilator gegen den Kanalwiderstand anarbeiten kann. Volumenstrom ohne Druckbezug ist für eine reale Installation nahezu bedeutungslos.
  • Schallpegel (dB(A)): für Wohn- und Bürolüftung häufig das entscheidende Kriterium – und uneinheitlich angegeben als Schallleistung oder Schalldruck im Abstand.
  • Leistungsaufnahme und Effizienz: Wattzahl, spezifische Ventilatorleistung, ErP-Relevanz – zunehmend Compliance- und Verkaufsargument.
  • Maße, Anschlussgröße und Regelung: Kanaldurchmesser, Montage und ob das Gerät regelbar oder festdrehzahlig ist.

Das Problem ist nicht zu wissen, welche Attribute zählen – das weiß jeder Lüftungshändler. Das Problem ist, dass diese Werte in einem Dutzend Formaten, Einheiten und Layouts ankommen, und sie in einen vergleichbaren Satz zu bringen, ist Handarbeit, die nicht skaliert.

Welcher Standard hilft – ETIM – und wo hört er auf?

Lüftung und HLK haben eine verbindende Klassifikation: ETIM, der Standard im Elektro- und Gebäudetechnik-Großhandel, mit definierten Produktklassen und technischen Merkmalen für Ventilatoren, Kanäle und Lüftungsgeräte. Für Standardprodukte gibt ETIM der Branche eine gemeinsame Sprache – ein Ventilator ist klassifiziert, seine Merkmalsliste ist definiert, Einheiten sind festgelegt. Das ist echter Mehrwert. Aber man muss ehrlich einordnen, wo die Klassifikation endet und das Datenblatt beginnt:

DatenebeneWas ETIM liefertWo es aufhört
KlassifikationProduktklasse + definierte Merkmalsliste je Klassefüllt die Werte nicht – nur die leere Struktur
Leistungswertedefiniert das Attribut (m³/h, Pa, dB(A))die tatsächlichen Zahlen stecken weiter im PDF-Datenblatt / in der Kennlinie
Zubehör & Regelungteilweise Klassenabdeckungfür Nischenteile oft dünn oder leer
Verkaufscontentnicht die Aufgabe einer KlassifikationBeschreibungen, Nutzentexte, SEO-Text fehlen
Bilder & Kennlinienaußerhalb des ScopesKennlinien und Fotos kommen separat

Kurz: ETIM gibt dir ein sauberes Gerüst für Standard-Lüftungsprodukte – die Klassen und die Attributdefinitionen. Was es dir nicht gibt, sind die gefüllten Werte, die Kennlinien, der Verkaufscontent oder viel für Zubehör und kleinere Marken. Und genau die gefüllten Werte sind das, was der Kunde vergleicht.

Wie strukturiert Productbay Lüftungsdaten?

Der rote Faden: uneinheitliche PDF-Datenblätter in einen sauberen, filterbaren Leistungswert-Katalog verwandeln – genau dafür ist Productbay gebaut:

  • Konsolidieren: jede Quelle einmal anbinden – Lieferanten-CSV, Excel, ETIM/BMEcat-Feed, FTP, API – und über Lieferantennummer oder EAN/GTIN abgleichen, sodass Bestehendes aktualisiert und Neues angelegt wird.
  • Datenblätter auslesen: KI liest Luftvolumenstrom, Druck, Leistung und Schallpegel aus PDF-Datenblättern aus und ordnet sie konsistenten Attributen zu – die in einer Kennlinie gefangenen Werte werden zu filterbaren Daten.
  • In Attributgruppen normalisieren: eine kanonische Einheit pro Attribut (m³/h, Pa, dB(A)), sodass ein Lieferant mit m³/s und einer mit m³/h in derselben Spalte vergleichbar landen. Leistungs-, Akustik- und Elektrowerte liegen in sauberen, gruppierten Attributen.
  • Anreichern & ausspielen: KI schreibt Beschreibungen, füllt Lücken aus freigeschalteten Quellen und übersetzt per DeepL – immer mit Review-Queue – und synchronisiert dann mit Shopify und Shopware und exportiert Feeds für die Marktplätze.

Entscheidend: Productbay setzt dort an, wo ETIM endet – es nimmt das klassifizierte Gerüst und füllt es mit den echten, normalisierten Leistungswerten aus den Datenblättern, plus dem Verkaufscontent, den kein Standard liefert. Gebaut für Fachhändler mit Multi-Lieferanten-, Multi-Kanal-Katalogen. Das vollständige Bild über Sanitär, Heizung und Klima gibt der SHK-Überblick.

Häufige Fragen

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