Der SHK-Handel ist Richtung Handwerk gut standardisiert – aber die Standards sind für die Kalkulation gemacht, nicht für Content. Wie du vom technischen Datenblatt zur Produktseite kommst, die der Endkunde versteht.
Wenige Handelsbereiche sind auf der Datenseite so gut organisiert wie SHK – Sanitär, Heizung, Klima. Jahrzehnte an Kooperation im Handwerk haben der Branche DATANORM, ETIM und Open Datacheck gebracht, sodass die Kalkulationssoftware eines Installateurs fast überall Artikel, Preis und technische Merkmale ziehen kann. Wenn deine Welt aus Armaturen, Heizkesseln und Duschsystemen besteht, hast du wahrscheinlich mehr strukturierte Lieferantendaten, als ein Mode- oder Möbelhändler je zu träumen wagt.
Und trotzdem wirkt der Online-Shop leer. Der Grund ist ein Missverhältnis im Zweck: Die SHK-Standards sind auf Kalkulation und Bestellung durch das Handwerk optimiert, nicht auf E-Commerce-Content für den Endkunden. Dieser Guide geht die Lücke ab – vom Standard, der einen Artikel beschreibt, über das PDF-Datenblatt, das die eigentliche Information versteckt, bis zur lesbaren Produktseite, von der ein Privatkunde kauft – und wo ein für Händler gebautes PIM übernimmt.
Verglichen mit den meisten Branchen ist SHK ein Best Case für strukturierte Daten. Drei Dinge bestimmen die Landschaft:
Das Ergebnis ist real: Für die gelisteten Kernmarken bekommst du konsistente Artikel- und Merkmalsdaten. Der Haken ist, wofür diese Formate gebaut wurden – und wofür eben nicht.
Produktdaten im SHK-Handel sind ungewöhnlich strukturiert – aber strukturiert fürs Handwerk, das heißt Artikelnummern und maschinenlesbare Merkmale, nicht der Klartext-Content, von dem ein Online-Kunde kauft. Ein Privatkäufer, der eine Badarmatur wählt, will keinen rohen Merkmalsdump; er will wissen, dass sie an sein Waschbecken passt, wie die Oberfläche aussieht, ob sie Wasser spart und warum sie den Preis wert ist.
Hier hilft jeder Standard – und hier hört er auf:
| Standard | Wofür gebaut | Stark bei | Wo er für E-Commerce aufhört |
|---|---|---|---|
| DATANORM | Kalkulation & Bestellung im Handwerk | Artikel-Nr., Preis, Rabattgruppen | keine Beschreibungen, keine Bilder, kein Verkaufscontent |
| ETIM (BMEcat) | Merkmals-Klassifikation | strukturierte, vergleichbare Attribute für Filter | eine Merkmalsliste ist keine lesbare Produktseite |
| eCl@ss | branchenübergreifende Klassifikation | konsistente Kategorien & Merkmale | gleiche Content-Lücke; dünn bei Longtail/Zubehör |
| Open Datacheck / Open Masterdata | Datenqualität & Vollständigkeit | saubere, vollständigere Stammdaten | nur gelistete Marken; Eigenmarken & Nischen fehlen |
| PDF-Datenblatt | menschliche/technische Referenz | alles: Maße, Zeichnungen, Specs | nicht maschinenlesbar; nichts landet im Shop |
Zwei Lücken stapeln sich. Erstens gibt dir der Standard selbst für gut abgedeckte Marken Schlüssel und Merkmale, aber keinen endkundengerechten Content. Zweitens decken die Standards das Kernsortiment gelisteter Marken ab – Zubehör, Eigenmarken und kleine Lieferanten kommen weiter als Excel oder, am häufigsten, als PDF.
Dasselbe Produkt braucht zwei verschiedene Datenschichten, und SHK-Händler spüren das besonders deutlich:
Diese beiden Schichten von Hand zu verbinden – Specs aus einem Datenblatt kopieren, dann eine Beschreibung drumherum schreiben, pro Produkt, pro Sprache – ist genau die Handarbeit, die deinem Team die Woche frisst. Es ist dasselbe konsolidieren, normalisieren, anreichern und ausspielen-Problem, das jeder Multi-Lieferanten-Händler hat – nur mit ungewöhnlich reichen Quelldaten, gefangen im falschen Format.
Frag ein beliebiges SHK-E-Commerce-Team, wo die Information tatsächlich liegt, und die Antwort ist immer gleich: im PDF-Datenblatt. Maße, Anschlussgrößen, Durchflussmengen, Schallpegel, Energieeffizienzklassen, Ersatzteillisten und Einbauzeichnungen sind alle da – gesetzt, damit ein Mensch sie liest, nicht damit ein System sie importiert. Diese Daten sind vollständig und verbindlich – und komplett festgesteckt.
Die klassische Lösung ist eine Person, die das PDF öffnet, die Werte abliest und sie Feld für Feld, Produkt für Produkt in Shop oder PIM tippt. Das skaliert nicht über ein paar Dutzend Artikel hinaus und ist genau dort fehleranfällig, wo Fehler wehtun – eine falsche Anschlussgröße verkauft eine Armatur, die nicht passt. Deshalb ist das Auslesen von Produktdaten aus PDF-Datenblättern die Automatisierung mit dem größten Hebel im SHK-Handel: Die Information existiert bereits, sie muss nur in strukturierte Felder und lesbaren Text befreit werden.
SHK ist ein weites Haus, und jeder Teilbereich hat seine eigenen Daten-Eigenheiten – aber sie teilen dasselbe Grundmuster aus reichen technischen Quelldaten und einer Content-Lücke:
Productbay ist für genau diese Problemform gebaut – reiche, aber handwerksorientierte Quelldaten, die zu endkundengerechtem Content werden müssen, plus ein Longtail ganz ohne Standard. Der Job sind dieselben drei Schritte:
Entscheidend: Productbay setzt genau dort an, wo der Handwerks-Standard endet. Wenn DATANORM und ETIM deine gelisteten Marken schon versorgen – super, Productbay behält diese Merkmale und ergänzt den endkundengerechten Content, die im PDF eingesperrten Attribute und den Eigenmarken-/Nischen-Longtail, den die Standards nie abgedeckt haben. Es ist dasselbe Muster über alle Branchen – siehe den Überblick für Multi-Marken-Händler – und verwandt mit Bereichen wie Consumer Electronics und der Baumarkt- & DIY-Welt, die dasselbe ETIM/eCl@ss-Rückgrat teilen. Productbay ist für Fachhändler mit Multi-Lieferanten-, Multi-Kanal-Katalogen gebaut, vom mittelständischen Betrieb bis zu großen Filialisten.
DATANORM und ETIM liefern dir Artikel und Merkmale – Productbay macht aus dem Datenblatt eine Seite, die verkauft. Sieh in 30 Minuten, wie es deinen SHK-Katalog konsolidiert, deine PDFs ausliest und anreichert.
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