Shopware Eigenschaften und Zusatzfelder sauber pflegen

Eigenschaften sind das, was Shopware-Filter funktionieren lässt — und das Erste, was leidet, wenn Produktdaten von vielen Lieferanten kommen. So bleiben sie sauber.

Jakob Feinböck, Gründer von Productbay24. Juli 20266 Min. Lesezeit
☝️Das Wichtigste in Kürze
  • Eigenschaften steuern Filter und Varianten; Zusatzfelder halten weitere Informationen.
  • Unsaubere Eigenschaftslisten entstehen durch uneinheitliche Lieferantenwerte, nicht durch Shopware.
  • Aufräumen hält nur, wenn auch das Eingangs-Mapping gelöst ist.
  • Werte vor dem Shop zu normalisieren hält Filter nutzbar und Seiten vollständig.

Shopware bietet dir zwei Orte für Produktinformationen jenseits der Basisdaten: Eigenschaften und Zusatzfelder. Gut genutzt sind Eigenschaften das, was einen Shop durchsuchbar macht — die Filter links, die Varianten, die Kunden auswählen. Nachlässig genutzt sind sie das Erste, was mit wachsendem Sortiment still verfällt.

Eigenschaften vs. Zusatzfelder — die Praxisregel

Eigenschaften sind strukturierte Werte, organisiert in Eigenschaftsgruppen. Sie steuern Filter und können Varianten bilden. Zusatzfelder sind selbst definierte Felder für weitere Informationen am Produkt.

Die Faustregel ist einfach: Wonach ein Kunde filtern können soll oder was eine Variante bildet, gehört zu den Eigenschaften. Alles andere — interne Notizen, Zusatzangaben ohne Filterbedarf — kann in Zusatzfelder.

Warum Eigenschaftslisten unsauber werden

Nicht wegen Shopware. Wegen der Eingangsdaten. Ein Lieferant schreibt „rot", der nächste „Rot", der dritte „rubinrot", und der vierte packt die Farbe gar nicht in ein Feld, sondern in den Produkttitel. Jeder Wert kommt an und wird so gespeichert, wie er geliefert wurde. Drei Monate später bietet der Farbfilter ein Dutzend Optionen für das, was Kunden als vier Farben wahrnehmen.

Dasselbe passiert bei Einheiten — „50 cm", „0,5 m", „500mm" — und bei Material- oder Passform-Angaben, die jede Marke anders formuliert.

Aufräumen — und dafür sorgen, dass es hält

  1. Kanonische Werte festlegen. Ein Wert je Bedeutung, je Eigenschaftsgruppe. Das ist eine fachliche, keine technische Entscheidung.
  2. Varianten darauf mappen. Jede Schreibweise, die ein Lieferant nutzt, zeigt auf deinen kanonischen Wert.
  3. Das Mapping beim Import anwenden. Dieser Schritt wird meist übersprungen — und genau deshalb halten Aufräumaktionen nicht.
  4. Vollständigkeit vor dem Veröffentlichen prüfen. Eine Eigenschaftsgruppe, die für das halbe Sortiment leer ist, erzeugt einen Filter, der Produkte versteckt.

Schritt 1 und 2 sind einmalig. Schritt 3 entscheidet, ob das Chaos beim nächsten Lieferanten-Update zurückkommt.

Wo ein PIM übernimmt

Normalisierung beim Import ist genau das, was ein PIM leistet: Eingehende Lieferantenwerte werden auf deine kanonischen Eigenschaftswerte gemappt, fehlende Attribute per KI-Anreicherung gefüllt und geprüft — und nur saubere, vollständige Daten gehen an Shopware. Der Shop hört auf, der Ort zu sein, an dem uneinheitliche Daten gespeichert werden, und wird zu dem Ort, an dem konsistente Daten verkaufen.

Häufige Fragen

Shopware nur saubere Werte schicken

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