GTIN, EAN, UPC — drei Wörter, die meist dasselbe meinen. Die Benennung ist einfach, wenn man das System kennt; die eigentliche Arbeit ist, die Nummern heil zu halten.
Frag drei Leute im E-Commerce nach dem Unterschied zwischen GTIN und EAN und du bekommst drei Antworten. Die ehrliche lautet: meist keiner — es sind unterschiedliche Namen aus unterschiedlichen Zeiten für dieselbe Art von Nummer.
GTIN (Global Trade Item Number) ist der Oberbegriff im GS1-System. EAN (European Article Number) ist der ältere Name für die 13-stellige Variante, die heute offiziell GTIN-13 heißt. Wenn ein Lieferant dir eine „EAN" schickt und ein Marktplatz eine „GTIN" verlangt, sind meist dieselben 13 Ziffern gemeint.
| Format | Stellen | Typisch für |
|---|---|---|
| GTIN-8 | 8 | Sehr kleine Verpackungen, auf die kein voller Code passt |
| GTIN-12 | 12 | Das Format, das in Nordamerika historisch als UPC bekannt ist |
| GTIN-13 | 13 | Der Standard-Verbraucherartikelcode, früher EAN-13 |
| GTIN-14 | 14 | Handelseinheiten wie Kartons — nicht der einzelne Verbraucherartikel |
Der Unterschied, über den Händler am häufigsten stolpern, ist der letzte: Eine GTIN-14 identifiziert den Karton, nicht das Stück. Sie am Verbraucherangebot zu verwenden ist eine häufige Ursache abgelehnter Listings.
Kennungen werden über das GS1-System vergeben: Ein Unternehmen erhält eine GS1-Basisnummer und bildet darin Kennungen. Als Händler erzeugst du sie normalerweise nicht — das tut der Hersteller oder Markeninhaber, und die Nummer erreicht dich als Teil der Produktdaten. GS1 ist die maßgebliche Stelle für den Standard selbst; die verbindlichen Regeln stehen in deren Dokumentation.
Fast nie am Standard. Fast immer an der Verarbeitung:
Jedes davon zeigt sich weit nachgelagert — als abgelehntes Marktplatz-Listing — lange nachdem der eigentliche Fehler beim Import passiert ist.
Die Lösung ist strukturell: Kennungen durchgängig als Text behandeln, beim Import validieren statt erst beim Upload, fehlende Werte je Warengruppe sichtbar machen und keinen Tabellen-Umweg im Prozess zulassen. In einem PIM ist genau das der Normalfall — Kennungen liegen in einem definierten Feld, werden beim Import geprüft und je Kanal unverändert exportiert. Siehe auch Was ist eine SKU für das interne Gegenstück.
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