Die SKU ist die Kennung, an der alles andere hängt — Bestand, Bestellungen, Kanäle, Auswertungen. Genau deshalb macht ein schlampiges Schema jahrelang Probleme.
SKU steht für Stock Keeping Unit, also Lagerhaltungseinheit. Es ist die Kennung, die du einer konkreten, verkäuflichen Produktvariante gibst, damit deine eigenen Systeme sie von allem anderen unterscheiden können. Nicht die Produktlinie, nicht das Modell — genau das Ding, das ein Kunde in den Warenkorb legen und du im Lager zählen kannst.
Die beiden werden ständig verwechselt, dabei ist der Unterschied simpel: Die SKU gehört dir, die GTIN gehört der Welt.
| SKU | EAN / GTIN | |
|---|---|---|
| Vergeben von | dir | GS1-System, meist über den Hersteller |
| Geltung | intern | global eindeutig |
| Zweck | deinen Betrieb steuern | das Produkt nach außen identifizieren |
| Format | deine Entscheidung | standardisierte Ziffernfolge |
Du brauchst beides. Marktplätze ordnen dein Angebot über die GTIN zu; Lager, Bestellungen und Auswertungen laufen über die SKU. Mehr zur Kennungsseite in GTIN vs. EAN erklärt.
Die Regel: eine SKU je separat verkäuflicher, separat lagerfähiger Einheit. Ein T-Shirt in drei Farben und fünf Größen ist nicht eine SKU — es sind fünfzehn. Wenn zwei Dinge unabhängig bestellt und unabhängig gezählt werden können, brauchen sie unterschiedliche SKUs.
Ein lesbares Muster schlägt eine Zufallsnummer, weil Menschen täglich damit arbeiten. Etwas wie MARKE-WARENGRUPPE-MODELL-FARBE-GRÖSSE lässt sich gut scannen und sortieren. Drei Praxisregeln:
Für Multi-Marken-Fachhändler ist die Herausforderung nicht, ein Schema zu definieren — sondern es konsistent auf Daten anzuwenden, die von dutzenden Lieferanten kommen, jeder mit eigenen Artikelnummern und eigener Variantenlogik. Genau diese Mapping-Arbeit übernimmt ein PIM: Lieferantenkennungen rein, deine kanonische SKU-Struktur raus — bei jedem Import gleich.
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