Produktdatenmanagement bringt eine Menge Abkürzungen mit: PIM, DAM, SKU, GTIN, BMEcat, ETIM. Dieses Glossar definiert die Begriffe, die im Alltag eines Fachhändlers tatsächlich vorkommen — jeweils in ein bis zwei Sätzen, mit Verweis auf die ausführliche Erklärung.
Systeme und Abgrenzungen
- PIM-System
- Ein PIM-System (Product Information Management) ist Software, die Produktdaten aus allen Quellen an einem Ort zusammenführt, strukturiert und automatisch kanalgerecht an Shop und Marktplätze ausspielt. Der Bedarf entsteht ab etwa 500 SKUs aus mehreren Lieferanten oder drei parallel bespielten Kanälen. Was ist ein PIM-System?
- DAM-System
- Ein DAM-System (Digital Asset Management) verwaltet die Mediendateien zum Produkt — Bilder, Videos, Datenblätter, Zertifikate — inklusive Versionen, Nutzungsrechten und Formatvarianten je Kanal. Was ist ein DAM-System?
- PIM und ERP
- Das ERP führt die kaufmännischen Stammdaten: Bestand, Einkaufspreis, Lieferant, Buchhaltung. Das PIM führt die verkaufsrelevanten: Texte, Attribute, Kategorien, Übersetzungen. Die meisten Händler betreiben beides. PIM vs. ERP
- PIM und CMS
- Das CMS betreibt die Website und ihre Inhalte. Das PIM hält den kanalneutralen Produktkatalog, der auch an Marktplätze und Feeds geht — und damit nicht in einer einzelnen Website festhängt. PIM vs. CMS
- PIM und DAM
- Das PIM verwaltet strukturierte Produktdaten, das DAM die zugehörigen Mediendateien. In der Praxis gehören beide zusammen, weil ein Produkt ohne Bilder auf keinem Kanal verkauft. DAM vs. PIM
Produktkennungen
- SKU
- Eine SKU (Stock Keeping Unit) ist die interne Artikelnummer, mit der ein Händler eine konkrete Produktvariante eindeutig identifiziert. Sie wird selbst vergeben — im Unterschied zur GTIN, die von außen kommt. Was ist eine SKU?
- GTIN und EAN
- Die GTIN (Global Trade Item Number) ist die weltweit eindeutige Produktkennung, vergeben über GS1. EAN ist der ältere Name für die 13-stellige Variante derselben Nummer. GTIN vs. EAN
Datenstruktur und Standards
- Attribut-Mapping
- Attribut-Mapping übersetzt Feldnamen und Werte aus einer Lieferantendatei in das eigene Datenmodell — auf zwei Ebenen: Feld auf Feld und Wert auf Wert. Ohne diesen Schritt entstehen dieselben Eigenschaften mehrfach in unterschiedlicher Schreibweise. Was ist Attribut-Mapping?
- BMEcat
- BMEcat ist der XML-Standard für elektronische B2B-Produktkataloge im deutschsprachigen Raum. Er transportiert Artikeldaten, Preise, Klassifikation und Medienverweise in einer festgelegten Struktur. Was ist BMEcat?
- ETIM, eCl@ss und GDSN
- Klassifikationsstandards legen fest, welche Merkmale eine Produktgruppe haben muss. ETIM ist in Elektro und SHK verbreitet, eCl@ss branchenübergreifend im Industriebedarf, GDSN ist das Netzwerk für den Stammdatenaustausch im Konsumgüterhandel. GDSN, ETIM und ECLASS erklärt
Katalog und Kanäle
- Produktkatalog
- Ein Produktkatalog ist die vollständige Auflistung des Sortiments mit Daten, Bildern und Preisen — heute meist als Shop-Sortiment, Feed oder generiertes PDF statt als gedrucktes Buch. Was ist ein Produktkatalog?
- Product Syndication
- Product Syndication bezeichnet das automatische Verteilen von Produktdaten an alle Vertriebskanäle — jeweils im Format, im Umfang und mit der Feldstruktur, die der einzelne Kanal verlangt. Was ist Product Syndication?
- Omnichannel
- Omnichannel bedeutet, über alle Kanäle hinweg präsent und konsistent aufzutreten: gleiche Produktdaten, gleiche Preise, gleiche Verfügbarkeitsinformation, egal wo der Kunde hinschaut. Was bedeutet Omnichannel?